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Jens Johler

Jens Johler, 1944 in Neumünster geboren, ist in Hamburg aufgewachsen. Zunächst machte er eine Ausbildung zum Schauspieler an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule und hatte drei Jahre ein festes Engagement an den Städtischen Bühnen Dortmund. Darüber hinaus spielte er Hauptrollen in dem TV-Film Fluchtversuch und der Serie Humboldtschule.

1968 verabschiedete sich Jens Johler mit dem in Theater Heute erschienenen Essay „Über den autoritären Geist des deutschen Theaters“ (zusammen mit Barbara Sichtermann) von der Bühne, ging nach Berlin und begann sein Studium der Volkswirtschaftslehre an der FU Berlin. Zusammen mit Barbara Sichtermann und anderen gründete er in dieser Zeit die dogmatismuskritische Zeitschrift Schwarze Protokolle und schrieb theoretische Essays.

Im Anschluss an das Studium arbeitete Johler als wissenschaftlicher Assistent an der FU und hielt u.a. Vorlesungen über die Moralphilosophie von Adam Smith, über Michel Foucault und Sigmund Freud. 

Seit 1982 arbeitet er als freier Autor. Er schrieb Features für den Funk und, da ihn das Theater niemals ganz losließ, Theaterstücke. Anfang der 90er Jahre wurden seine Komödien Zobels Tochter und Jetzt oder Nie in Berlin uraufgeführt.

Es folgten Erzählungen und Romane wie Ein Essen bei Viktoria sowie der autobiographische Roman einer Liebe in den Zeiten der Studentenbewegung mit dem Titel Der Falsche. Im Jahre 2000 erschien Keine Macht für Niemand, die Biographie der Rockband Ton Steine Scherben, in Zusammenarbeit mit dem Rundfunkjournalisten Christan Stahl und dem Bassisten der Band, Kai Sichtermann.

2001 veröffentlichte Johler den Thriller Gottes Gehirn (zusammen mit Olaf-Axel Burow), eine  aufregende Recherchereise durch die Wissenschaften, die an der „Verbesserung des Menschen“ arbeiten.

2004 folgte (zusammen mit Christian Stahl) der Politthriller Das falsche Rot der Rose, in dem es um die Wurzeln des Terrorismus geht.  

Der im Februar 2009 erschienene Roman Kritik der mörderischen Vernunft knüpft an den Thriller Gottes Gehirn an. Wieder sind es der Wissenschaftsjournalist Richard Troller und die Kriminalreporterin Jane Anderson, die sich auf die Spur eines hochintelligenten Serienmörders begeben.

Jens Johler recherchiert seine Themen mit äußerster Sorgfalt. So ist die Kritik der mörderischen Vernunft nicht nur ein spannender Thriller, sondern zugleich ein hochaktuelles Buch über Hirnforschung, den freien Willen, die Philosophie Immanuel Kants und das Menschenbild der Wissenschaft. Ein Buch, das den Leser zum Nachdenken über Wissenschaft und deren Sinn und Macht bringt.

Der neue, im August 2013 erschienene, Roman Die Stimmung der Welt greift ein Motiv auf, das bereits in Gottes Gehirn eine Rolle spielt: Die musikalische Revolution der Wohltemperierten Stimmung, die mit Bachs Wohltemperiertem Klavier ihren Siegeszug begonnen hat. Auch dieser Roman lebt aus der fruchtbaren Verbindung von schöpferischer Phantasie und gewissenhafter Recherche. 

Jens Johler lebt in Berlin und arbeitet bereits an seinem nächsten Roman.